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Am vergangenen Freitag hatte die Klasse 9b im Rahmen der Projektwoche die Möglichkeit, das alte Gefängnis in der Zittauer Lessingstraße zu besuchen. Zur vereinbarten Zeit erschien der Beauftragte des Objektverwalters und gewährte uns in knappen zwei Stunden einen umfassenden Einblick in die Geschichte dieses Objektes. Mit der Entlassung des letzten Häftlings 1980, so schien es, war in diesem Gebäude die Zeit stehen geblieben. Damit wurde uns gleichzeitig auch ein Blick zurück in die DDR –Geschichte gestattet.

Neben den Haftzellen, den vergitterten Fluren, die wie „Käfige“ wirkten, dem alten Lichtschacht und der Häftlingsküche sowie der für damalige Verhältnisse hoch effizienten Heizungsanlage gab es viele Details aus der alten Haftzeit zu sehen.

Der Objektbeauftragte konnte nicht alle Fragen der Schüler beantworten, da es nur noch sehr wenige Unterlagen zu den Haftbedingungen und den Insassen des Gefängnisses gibt. Ob es mit ca. 600 Häftlingen jemals voll belegt war, lässt sich nicht mehr nachweisen.

Hauptsächlich saßen hier Kleinkriminelle wie Diebe, Einbrecher und Schmuggler ein, welche gleich im benachbarten Gerichtsgebäude ihr Urteil erwarteten.

Dieser eher wenig bekannte und verlassene Ort Zittaus wird allen Schülern sicher noch eine Weile in Erinnerung bleiben und weckt gleichzeitig das Interesse nach weiteren Objekten der Vergangenheit in Zittau zu suchen.

Badeja , Geschichtslehrer der Klasse 9b

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